König Ludwig II
 
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Weihnachten bei der Königsfamilie
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Weihnachten bei der Königsfamilie


Der fünfjährige Ludwig und sein drei Jahre jüngerer Bruder Otto warten auf das Christkind. Diese beiden unterscheiden sich jedoch sehr von den anderen Kindern in Bayern, denn ihre Eltern sind König Max und Königin Marie und sie feiern in der Münchner Residenz. Die beiden Kinder, von bezaubernder Schönheit, haben diese offensichtlich von ihrer fast feenhaft wirkenden Mutter geerbt. Marie Schultze schreibt dazu:

Ein weiterer Gast beim Christfest in der königlichen Residenz heißt ebenso Ludwig. Es handelt sichum den Großvater der beiden Buben, den ehemaligen König Ludwig I. von Bayern. Er ist begeistert,als er sieht, mit welchem Feuereifer der kleine Thronfolger mit den Bausteinen zu spielen beginnt, dieer ihm geschenkt hat. Es ist überliefert, dass der Großvater gesagt haben soll:

„[…] Sie waren die Lieblinge des Volkes und in der Tat auch die anmutigsten und schönstenKinder, die man sich denken konnte."

Von einem weiteren Weihnachtsfeste berichtet Marie Schultze:

Wie jedes andere Kind, schreibt auch der kleine Ludwig Wunschzettel. In einem davon lässt sich nicht nur die bereits bekannte Kreativität, sondern auch die Hinneigung zur Religion schon früh erkennen.

[..] Er wünscht sich neben einem Messer mit vielen Klingen und einer Pulvertasche Bilder aus der Allerheiligen Kirche, neben dem Modell einer Lokomotive mit Dampfbetrieb und Bremswagen ein Gebetbuch, „Die Blüten der Andacht“, in Elfenbein gebunden mit blausamtenem Rücken und einem Kreuz von Lapislazuli auf dem Deckel, neben einem Linienschiff nebst Kajüte „ungefähr 3 Schuh 2 Zoll lang“ ein Bild von Jesus auf dem Ölberg, Tassen mit Ansichten der Frauenkirche, Hohenschwangaus, Berchtesgadens u. a., Bilder des Kampfes des Schwanenritters und von dessen Hochzeitszug usw. usw. Bescheiden fügt er bei:

„Wenn es nicht zu viel ist“

oder

„wenn es möglich ist“

Am ersten Weihnachtsfest nach seiner Großjährigkeit, im Jahre 1863, überhäuft Ludwig seinen Bruder Otto mit Geschenken im Wert von 115 Gulden.

Alljährlich am Weihnachtsfeste erfreuen sich die Armen und Kranken in Bayern besonderer Gaben ihres Landesvaters. Ludwig verteilt Geschenke an verwundete Krieger, spendet für die Armen und
zeigt sich auch im Kreise seiner Familie äußerst freigebig. 

Der Left-Chronik ist zu entnehmen, dass in den Jahren 1878 und 1879 das Franziskaner Kloster in
Füssen jeweils einen Betrag von 1000 Mark in bar zum Christfest erhielt

Weil Ludwig II. die Einsamkeit liebte und sich in der winterlichen Stille noch mehr an den Bergen erfreute, verbrachte er seit 1877 bis zu seinem Tode jeden Heiligen Abend in Hohenschwangau.Vorher war er bereits 1871 und 1873 zu Weihnachten in dem Schloss seiner Kindertage. Hier konnte er sich zurückziehen und bei seinen einsamen Schlittenfahrten und Spaziergängen in der Natur spürte er die Nähe Gottes in seinem Herzen. Die Bewohner der Umgegend waren jedes Mal besonders froh und stolz, den König in Ihrer Nähe zu wissen. Für die Armen und Notleidenden hatte Ludwig zeit seines Lebens ein großes Herz und so durften sich auch die Bedürftigen Füssens und der Umgebung während des Aufenthaltes Seiner Majestät stets seiner Hochherzigkeit erfreuen.

Böhm berichtet:
„[…] An einem Weihnachten kamen die beiden Prinzen in das königliche Max Josef-Stift, um mit den dortigen Kindern zu kochen, was immer der Hauptweihnachtsspaß war. Die Beiden unterhielten sich mit all' den Reibeisen, Mörsern und Modeln der Puppenküchen so vortrefflich, dass die Königin beschloss, den Kindern des Stifts auch eine Freude zu machen. Am Neujahrstag erschien sie mit einer Menge reizender Nippsachen und veranstaltete eine kleine Verlosung. Dabei durften die Prinzen mithelfen und was für ein gutes Herz Kronprinz Ludwig besaß, bewies er, indem er einer Kleinen, die nur einen „Hanswurstl“ gezogen hatte, sofort ein niedliches Flacon überreichte. […]“
Damit ihr wisst wie spät es ist....  
   
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